Max Horkheimer: „Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie und die Aufgaben eines Instituts für Sozialforschung“ (Rezension)

1931 übernahm Max Horkheimer das „Institut für Sozialforschung“ (IfS), das 1923 als Stiftung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt gegründet worden war. (Der Gründungsdirektor Carl Grünberg, ein Austromarxist, war nach einem schweren Schlaganfall von der Leitung des IfS zurückgetreten und hatte damit Platz für den 1895 geborenen Horkheimer gemacht.) In seiner Antrittsvorlesung – mit der Leitung war ein Lehrstuhl verbunden – skizzierte er seine Vorstellungen von einer Sozialphilosophie, die sich an Hegel, Marx und Freud geschult hat und die vor allem interdisziplinär vorgeht. Lange sollte er dafür am Standort Frankfurt nicht Zeit bekommen: Die Nazis übernahmen im Jänner 1933 in Deutschland die Macht und schlossen kurze Zeit später das Institut. Schon vorher emigriert, gründete Horkheimer deswegen zusammen mit anderen Zweigstellen in Genf, Paris und schließlich New York.

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Den ganzen Text lesen: Max Horkheimer: „Die gegenwärtige Lage der Sozialphilosophie“.

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Der Beitrag entstand anlässlich eines Philosophie-Seminars an der Katholischen Privatuniversität Linz im Sommersemester 2018: „Theorie in dunklen Zeiten – politische Theorie in den 1930er-Jahren“ unter der Leitung von Lukas Kaelin.